„Sternstunden“ am Prenzlauer Berg: Spaziergang zum Zeiss-Planetarium am 15. Mai 2026
Im Kiez zwischen Schönhauser und Prenzlauer Allee sieht für unsere kleine Gruppe das Leben leicht aus an diesem Freitag im Sonnenschein: baumbestandene Straßenzüge mit üppig verzierten Gründerzeitfassaden, das Ruhe ausstrahlende Innere der mächtigen Gethsemane-Kirche, reich geschnitzte Haustüreinfassungen, begrünte Hinterhöfe, eine bunte Vielfalt von kleinen Geschäften, belebte Kinderspielplätze, Restaurants für alle Länder- und Geschmacksrichtungen, Kaffeeduft aus zahlreichen Cafés und entspannte Menschen, die in der Sonne den Nachmittag genießen!
Auch wir genießen das Flanieren - und den Café-Besuch am frühlingsgrünen Helmholtzplatz - und kommen endlich vor der glänzenden Kuppel des Zeiss-Planetariums an – Europas modernstem Wissenschaftstheater, das 1987 als einer der letzten Repräsentationsbauten der DDR errichtet wurde.
Im Rund des großen Saals lassen wir uns erwartungsvoll in die Liegesitze sinken. Auf unserer Tour durch das Universum fliegen wir miteinander hinaus in den Weltraum, vorbei an den Planeten des Sonnensystems und den uns nächsten Sternen.
Faszinierend sind die Himmelskörper, die aktuell am Berliner Himmel zu sehen sind:
Der Winterhimmel ist fast im Westen verschwunden und hat den Frühlingssternbildern Platz gemacht. Hoch im Südosten zeigt sich das Sternbild Löwe mit seinem hellen Hauptstern Regulus; im Südwesten stehen noch die Zwillinge mit dem leuchtenden Jupiter; Venus baut ihre Position als Abendstern weiter aus und ist in der Abenddämmerung hell im Westen zu sehen; im Osten steigt der helle Stern Spica in der Jungfrau über den Horizont, und der Große Wagen, auch die Große Bärin genannt, zeigt sich im Nordosten.
Nach einer spannenden „Sternstunde“ hat uns der Planet Erde wieder, und wir steigen in die S-Bahn mit der guten Absicht, abends öfter in die Sterne zu schauen und nach Jupiter und Co. Ausschau zu halten!
Text: sm, Fotos: bo, gth
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