„Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland“

Avantgarde in Potsdam - aber wo ist Christa, wo sind Bernd, Ingrid und Harald?

 

Am 6. März machten sich 12 gutgelaunte „Vorreiter“ aus Schönfließ wieder einmal auf den Weg   nach Potsdam ins Museum: Die Besucher des Barberini erwartet eine große Schau um den Maler Max Liebermann mit einer Fülle selten gezeigter, malerisch anspruchsvoller Arbeiten. Liebermann war auch der Kopf der Künstlergruppe Berliner Secession und ein großer Wegbereiter des deutschen Impressionismus: nicht nur ein herausragender Künstler, sondern auch Vorreiter, Netzwerker und früher „Influencer“ seiner Zeit.

                                                           

Neben Liebermann führt die Ausstellung die Fixpunkte des deutschen Impressionismus zusammen - Lovis Corinth und Max Slevogt - und lenkt den Blick auf die Fülle der Künstler, die, inspiriert von der französischen Bewegung, das moderne Leben um 1900 in leuchtender Farbigkeit, mit freiem Pinselstrich und einer neuen, auch sozialen Sicht auf Alltag, Arbeit und Freizeit abbildeten.

Im Gegensatz zu ihren französischen Kollegen malten die deutschen Impressionisten das flimmernde Lichtspiel auf den Bildern aber nicht direkt vor Ort, sondern arbeiteten es erst später farbschichtweise in ihren Ateliers nach.

 

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Beitrag von Künstlerinnen zur großen Bandbreite des deutschen Impressionismus, der lange vernachlässigt wurde und den die Ausstellung nun sichtbar macht.  

 

Am Ende der Ausstellung stehen die Farben der Natur im Zentrum, die uns auf Liebermanns Gemälden seines Gartens in Wannsee entgegenleuchten. Sie entlassen uns erfüllt und kunstgesättigt zum späten Mittagessen bei lebhaften Gesprächen, nicht nur über die Avantgarde.   

 

Text: sm, Fotos: gth 

 

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